Das
Bordeaux-Weinbaugebiet befindet sich in Aquitanien, im südwestlichen Teil
Frankreichs. Die Gironde ist das am weitesten ausgedehnte Département Frankreichs.
Es erstreckt sich von Norden nach Süden über 105 km und von Osten
nach Westen über 130 km, sprich eine Fläche von über 1.000.000
ha.
Aufgrund dieser
weiten Ausdehnung, der Vielfalt an Böden, mikroklimatischen Gegebenheiten
und Rebsortenkombinationen wird im Bordeaux-Gebiet eine sehr abwechslungsreiche
Palette an Weinen erzeugt. Insgesamt zählt das Bordeaux-Weinbaugebiet
57 verschiedene Herkunftsbezeichnungen (A.O.C.), von denen einige nur in sehr
geringen Mengen erzeugt und vermarktet werden.
Der
Standort
Die Topographie
der Gironde weist zwei sehr unterschiedlich aussehende Gegenden auf: Im westen
eine sanft zum Küstenstreifen hin abfallende Ebene, im Osten ein niedriges,
sehr hügeliges Plateau (100-130m) mit ziemlich tiefen Tälern, aber
ohne Steile Hänge und unebenheiten. Den Wasserhaushalt sichern zwei grosse
Flüsse, Garonne und Dordogne, sowie Zahlreiche, hier und da verstreute
kleinere Wasserläufe, die normalerweise den Bedarf der Bordeaux-Weinberge
decken.
Das
Klima
Bordeaux liegt am Atlantik, und zwar genau auf dem 45. nördlichen Breitengrad
(in genau gleichem Abstand von Pol und Äquator). Im ganzen Gebiet herrscht
somit ein mildes Ozeanklima. Das im Bordelais herrschende Klima ist angenehm,
sonnig und heiter im Sommer, schön im Herbst, selten frostig im Winter
und vergleichsweise feucht im Frühjahr.
Bodenbeschaffenheit
Am linken Garonne-Ufer und am Gironde-Mündungstrichter sind hauptsächlich
Graves-Böden unterschiedlicher Schichtdicke anzutreffen als Ergebnis der
jahrhundertelangen Abschwemmung der Pyrenäen durch die Garonne. Diese Böden
aus Geröll, Kiesel und Sand besitzen gute Wasserdurchlässigkeit und
sind sehr wärmespeichernd, was die Ausreifung der Trauben begünstigt.
Am rechten
Dordogne-Ufer befindet sich ein ganzes Spektrum an Böden, die unmittelbar
aus der Abtragung der Muttergesteine hervorgegangen sind und in denen sich
Ton, Lehm, Kalk, Sand und ein wenig Kies vermischen. Diese Böden verfügen
über die Eigenschaft, Regenwasser aufzufangen und dies bzw. seine Temperatur
zu speichern.
Zwischen Garonne
und Dordogne sind die Böden im wesentlichen ton- und kalkhaltig. Sie
verfügen somit über eine gewisse Frische und Feuchtigkeit wie die,
die sich am rechten Dordogne-Ufer befinden.